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Buchbubble, wir müssen reden...

Aktualisiert: 7. Dez 2019

Ich habe ja schon seit Längerem nichts mehr gepostet. Das liegt aber einfach auch daran, dass ich in den letzten Zügen bin, mein eigenes Buchprojekt selbst auf die Beine zu stellen. Das ist übrigens auch ein Grund, wieso ich mich nicht mehr in der #Buchbubble zeige. Ich will professionell arbeiten. Ich will mich nicht dauernd mit KollegInnen streiten, sondern meine Zeit in den Text investieren, damit er so gut wie möglich wird. Aber es gibt noch weitere Gründe, wieso ich es Leid bin, meine Zeit mit einer Gruppe zu verschwenden, die andere Meinungen nur mit einem Zähneknirschen akzeptiert. Ich habe es in meinem ersten Beitrag schon einmal aufgegriffen, finde aber, dass ich da noch etwas tiefer graben muss.

Kritik ausüben, aber keine Kritik annehmen wollen...

Ich bin Autorin und Leserin. Ich finde Feedback gut, sehr gut sogar. Wenn es sachlich und konstruktiv zu und her geht. Ich habe auf einem Blog einen interessanten Beitrag dazu gesehen und dachte mir, es wäre eine gute Idee, meine Gegenansicht als Autorin darzustellen. Leider wurde dann diese Antwort von mir nicht freigeschaltet – also denke ich mir meinen Teil und schreibe jetzt diesen Blogeintrag. Austeilen ist ja schön und gut, aber wenn man nicht einstecken kann, sollte man es eben gleich lassen. Ich finde es super, dass sich für Minderheiten eingesetzt wird. Aber wie heuchlerisch ist das bitte schön, wenn man nicht auf beiden Seiten einen Diskussionsgrundstein legt und jede Seite anhört, statt mit dem erhobenen Zeigefinger auf eine Seite zu zeigen, die es in diesem Moment nur falsch machen kann? Geht für mich nicht logisch auf. Ich als Autorin freue mich zum Beispiel, wenn man mir eine E-Mail schreibt und die kritische Stelle im Buch zeigt. Dann kann ich es editieren und habe daraus gelernt. Wenn man mich aber auf Social Media unsachlich angreift, würde ich auch erst einmal in den Verteidigungsmodus gehen, denn dann weiß ich ja nicht, wo das Problem liegt, wenn ich nur lese, dass mein Buch problematisch sein könnte. Ein Buch besteht aus vielen Wörtern, Sätzen, Charakteren, Szenen; und nicht alle Charaktere oder Dinge, die ein Autor schreibt, entsprechen deren/dessen eigenen Werten. Wenn ihr also einen Dialog mit einer Autorin oder einem Autoren sucht, schreibt die Person doch künftig per PN, E-Mail - oder sonst irgendwie möglich, privat an. So geht man auch den meisten Missverständnissen aus dem Weg und schießt nicht einfach so über die Ziellinie hinaus, wenn euch etwas an einem Buch nicht gefällt. Geht erst noch einmal in euch und notiert euch in aller Ruhe, was euch auffällt. So ist beiden Seiten geholfen. Und übrigens: Was manchmal in der #Buchbubble abgeht, ist rechtlich auch gefährlich. Nennt sich Rufmord und könnte ins Auge gehen. Nur so als Tipp fürs nächste Mal. Wir alle sind auch nur Menschen und haben Gefühle. Viele Ausuferungen auf Social Media und besonders in der #Buchbubble entstehen meiner Meinung nach auch nur, weil man einander nicht zu hört und jeder glaubt recht zu haben, wenn er eigentlich im Unrecht ist. Das gilt für mich, für dich, für alle. Übrigens: Je nach Genre hoffe ich schwer, dass wir uns alle in einem einig sind: rosa Wölkchen sind langweilig – das gibt uns aber noch lange keinen Freifahrtschein für unangebrachten, gewaltverherrlichenden Inhalt. Und nein, ihr dürft auch nicht eine Person auf neudeutsch »outcallen« (das Wort gibt es – wie ich nach einiger Recherche gelernt habe – im englischen Sprachgebrauch überhaupt nicht in diesem Zusammenhang), wenn sie nicht auf euch reagiert, das mache ich ja auch nicht. Ich nenne hier keine Namen, sondern stelle nur die schwierige Situation auf Social Media dar und wenn sich dann jemand angesprochen fühlt, ist das nicht mein Problem und deines auch nicht. Es ist heutzutage schwer, seine Meinung zu vertreten, wenn sich jeder sein eigenes Süppchen kocht und nur eine Seite gehört wird.

Bis bald und haltet die Ohren steif,

Lorena

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