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Wieso ich auf eine Webseite setze und nur noch Instagram nutze…

Aktualisiert: 2. Aug 2019

Eigentlich wollte ich einen ganz chilligen, unaufgeregten Beitrag starten. So für den ersten Blogeintrag - aber das würde nicht dem Grund gerecht werden, weshalb ich mich dafür entschieden habe, mich aus verschiedenen sozialen Medien zurückzuziehen, die eigentlich gar nicht so sozial sind wie sie immer tun.


Leute reden zu viel und gerne und ohne Frage, ich habe viel gelernt, aber man kann sich auch falsche Lehrer zulegen. Das ist wie in der Schule, auch wenn man da keine Wahl hat, sondern Lehrpersonen vor die Nase gesetzt bekommt. Im Internet kann ich frei entscheiden, was für mich richtig ist. Damit kommen wir auch schon zum Hauptgrund, der mich dazu bewegt hat, mich mehr auf mein Projekt, als auf andere KollegInnen zu konzentrieren, die ich nicht kenne.

Austausch ist schön, aber auch verdammt anstrengend, vor allem dann, wenn man beispielsweise auf Twitter immer wieder in Stolperfallen reintritt und sich nur noch schwer herauswinden kann, in dem man Leute blockt, weil auf deine Ansichten und Gefühle geschissen wird. Ich bin sehr geduldig, höre zu und bin der Meinung, dass andere Ideen, Vorschläge und Ansichten wertvoll sind für einen Austausch. Und dann gibt es eben Leute, die sich zwar als solche ausgeben, aber überhaupt nicht kompromissbereit sind. Und als ob es nicht schon genug Aufregung um Nichts gibt, wird auch noch über die Personen hergezogen, die sich schützend zurückziehen und eigentlich nur einen anderen Weg aufzeigen wollten. Nein danke, ich bin zu alt für diesen Scheiß. Außerdem fühle ich mich in meiner eigenen kleinen Writing-Buddy-Blase sehr gut aufgehoben, kenne viele Leute persönlich und weiß wie die Meisten ticken - nachdem ich ewig nach Anschluss gesucht habe.


Ein anderer Punkt, den ich oben schon kurz angerissen habe, ist für mich die verlorene Zeit mit Diskussionen. Ich habe viele Interessen, die gepflegt werden wollen. Ich fotografiere und lese ab und zu auch gerne. Bin also zwischen Frühling, Sommer und Herbst viel unterwegs, wenn die Band wieder spielt. Das Letzte, was ich dann will, ist genervt einzuschlafen, wenn ich in der Früh spät von einem Konzert heimkomme und noch Fotos zu bearbeiten habe. Diese Zeit nutze ich dann eben jetzt aus, um eine Serie zu gucken oder Youtube intensiver durchzuforsten - ja ich gebe es zu, ich habe mich nicht nur dem Schreiben verpflichtet. Auch so eine Ansicht, mit der ich nicht ganz klar komme in der Buchbubble. Es ist doch egal, wie viel ein einzelner von uns schreibt. Die Wortanzahl pro Tag macht nicht das Endergebnis aus – und vor allem: Ist es nicht schön, wenn ein Mensch vielfältig ist und sich auch noch anderen Tätigkeiten erfreuen kann?



In diesem Sinne wünsche ich euch viel Kreativität, Motivation und ab und zu weniger Engstirnigkeit.


Lorena

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